Regenwasser

Regenwassernutzung macht Spaß

Durch die Nutzung von kostenlosem Regenwasser lassen sich bis zu 50 % des Trinkwasserbedarfs eines Einfamilienhauses in Anwendungen ersetzen, in denen Trinkwasserqualität nicht erforderlich ist. In gewerblichen und öffentlichen Anlagen können die Einsparungen bei über 90 % liegen. 

In Deutschland fällt im Jahr durchschnittlich 400 bis 2000 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel. Daher lässt sich sagen, dass sich Regenwassernutzungsanlagen generell überall in Deutschland betreiben lassen.  Natürlich unterscheidet sich die Niederschlagsmenge in Deutschland. Im Norden und Osten regnet es weniger und daher ist es sinnvoll, die wenigen Liter Wasser optimal zu nutzen. Im Süden Deutschlands fällt deutlich mehr Niederschlag, dafür sind aber die Sommermonate oft extrem trocken und es müssen größere Dürreperioden überbrückt werden.

Wegen der besonders hohen Qualität des Regenwassers bieten sich verschiedene Anwendungsmöglichkeiten mit dem Wasser an, wie beispielsweise Toilettenspülung, Waschmaschine, Gartenbewässerung und Reinigung. Und gerade für den Garten kann so viel Wasser nötig sein, wo man durch Regenwassernutzung viel sparen kann. Denn im Durchschnitt werden 60 Liter Wasser für die Gartenbewässerung benötigt, bei einem mittelgroßen Garten sind das ganz schnell sogar 50.000 und mehr Liter, die pro Jahr anfallen können. Und durch den Klimawandel ist in Zukunft sogar mit noch längeren Dürreperioden im Sommer zu rechnen, wodurch der Bedarf nach Wasser noch größer wird. In Industrie und Gewerbe bestehen weitere Anwendungsmöglichkeiten durch die man viele Liter Wasser sparen kann.

Vorteile der Regenwassernutzung

Die Vorteile der Regenwassernutzung sind vielfältig. Durch die Trinkwassereinsparung sinken die Wasserkosten und es wird ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Des Weiteren ergeben sich aber aufgrund der besonderen Beschaffenheit von Regenwasser noch weitere Vorteile für den Haushalt und den Garten:

- in der Toilettenspülung: weniger Urinsteinbildung

- in der Waschmaschine: 50 % weniger Waschmittel

- in der Gartenbewässerung: Förderung des Pflanzenwachstums

 

Eine moderne Regenwassernutzungsanlage besteht aus zwei Basis-komponenten: dem RegenwasserManager, einer kompakten Zentrale mit Pumpe, Steuerungstechnik und automatischer Trinkwassernachspeisung und dem Regenspeicher mit integriertem Filter, beruhigtem Zulauf, schwimmender Entnahme und Überlauf.

Einbau der Regenwassernutzungsanlage

Der RegenwasserManager wird im Einfamilienhaus installiert und der Regenspeicher im Erdreich oder Keller eingebaut. Der RegenwasserManager steuert die Anlage und sorgt für Betriebssicherheit. Hier wird das Regenwasser aus dem Speicher angesaugt und zu den Entnahmestellen im Haus gefördert. Zugleich kontrolliert er den Wasserstand in der Zisterne und schaltet automatisch auf Trinkwasserbetrieb um, sobald sich zu wenig Regenwasser im Speicher befindet. Ist dies der Fall, wird bedarfsorientiert und hausintern das Trinkwasser nachgespeist. Somit ist die ständige Wasserversorgung im Haus gewährleistet.